Feeling Seen

Bei der familientherapeutischen Methode “Feeling-Seen” geht es darum die Perspektive des Kindes idealerweise in Anwesenheit der Eltern in den Mittelpunkt zu stellen. Ausgangspunkt bildet daher eine ausschließlich kindzentrierte Perspektive im Rahmen eines familientherapeutischen Settings. Feeling-Seen zeigt Wege auf, wie es gelingt, Kinder und Eltern in Problemlagen zusammenzuführen, anstatt sie, wie teilweise üblich, in Formaten wie Kindertherapie und Elternberatung voneinander zu trennen. Der Ablauf der Sitzungen gestaltet sich dabei nach einem Vorgehen, welches aus dem zugrundeliegenden entwicklungstheoretischen Grundannahmen hergeleitet worden ist.

Kindzentrierte Arbeit
Ziel der Sitzung ist es, dass das Kind lernt sich in den eigenen Gefühlen, Intentionen und Wünschen wahrzunehmen und zu verstehen. Der das Kind begleitende Therapeut verwendet dabei bestimmte therapeutische Techniken, die im Verlauf des therapeutischen Kontextes auch dazu führen, dass das Kind sich nicht nur besser verstehen lernt, sondern darüber hinaus eine andere Perspektive auf sich selber und die ihn umgebenden Menschen entwickeln kann. Voraussetzung dafür ist, das Kind im therapeutischen Prozess erleben zu lassen wie es sich anfühlt gesehen (feeling seen) zu werden.

Elternarbeit
Das was die anwesenden Eltern während der kindzentrierten Sitzungen wahrnehmen und fühlend erleben, stellt die Basis für die darauffolgende Elternarbeit dar. Diese verfolgt das Ziel das Einfühlungsvermögen für das Kind zu fördern und dadurch das Kind entsprechend seiner Bedürfnisse passender zu beantworten, so dass es neue, passendere Interaktionserfahrungen mit den Eltern macht, die das Symptomverhalten im Sinne einer Bewältigung unnötig machen.